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Bürgerbus ist auf Fehmarn angekommen

27.04.07. Presse

Fehmarnsches Tageblatt vom 27.04.2007

BANNESDORF (nic) • „Der Bürgerbus ist auf Fehmarn angekommen.“ 1. Vorsitzender Manfred Harländer ließ keinen                  Zweifel daran. „Heute auf den Tag genau vor zehn Jahren“ sei er aus der Taufe gehoben worden, der Bürgerbusverein, so              Harländer im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Montagabend.
Der neue Vorstand ist der alte: 1. Vorsitzender Manfred Harländer mit Kassenwart Hans-Otto Kolbaum (l.), Beisitzerin                  Josefine Jadzejewski (vorne links), Schriftführerin Beate Burow (vorne rechts) und Beisitzer Gerhard Müller (r.).

Die Bilanz war eigens auf den 23. April gelegt worden. Jenes Datum, an dem der Bürgerbus vor einem Jahrzehnt erstmals                in den insularen Annalen Erwähnung fand.

Der Bürgerbus. Wenig deutete anfangs auf die Erfolgsgeschichte hin, die er mittlerweile schreibt. Die Kurve, die die                         Entwicklung der Fahrgastzahlen beschreibt, kraxelt stetig in die Höhe. Bürger fahren für Bürger – die Idee und das                 Konzept stammte seinerzeit aus dem Umweltrat Fehmarn.

1998 nutzten 1017 den Bürgerbus, ein Jahr später waren es bereits 3630 Fahrgäste. Im Millenniumsjahr stieg die Zahl                    der Fahrgäste auf 4481, 2002 waren es 6011, 2004 dann 6411.

Und als jeder aus Bürgerbus-Reihen längst glaubte, dass eine Steigerung nicht mehr möglich sei, legte das Jahr 2005 noch                einmal nach: 6692 Fahrgäste. Im vergangenen Jahr dann wurde die 7000er Schallmauer durch-

brochen: exakt 7176 Fahrgäste lösten 2006 einen Fahrschein für den Bürgerbus.

47285 Urlaubsgäste und Einheimische haben vom Angebot des Bürgerbusses von 1998 an Gebrauch gemacht. Der 50000. Fahrgast wird übrigens für Juni oder Juli erwartet.

Richtig. Ab 1998 begann die offizielle Zeitrechnung des Bürger- und Discobusses. Denn um etwas für die Jugend                  Fehmarns zu tun, war der Verein seinerzeit ursprünglich gegründet worden. Zum „Berts“ und von dort aus zu den                      „von den Verkehrsströmen vergessenen Ortschaften“, so Beisitzer Gerhard Müller, um die Jugendlichen nach der Party            sicher wieder nach Hause zu bringen.

Am 24. Mai ‘98, erweckte Müller am Abend der Jahreshauptversammlung mit Rückblick die Geschichte noch einmal                  zum Leben, hatte der Bürgerbus seinen Betrieb im Fahrplan und als Discobus aufgenommen: mit nur einem Fahrgast.                   Das Angebot zog nicht. „Die Eltern und Jugendlichen haben den Discobus nicht angenommen“, so Müller. Schon fünf             Wochen später, im Juli 1998, wurde dieses Angebot zu Grabe getragen. Der Bürgerbus hingegen – er rollte weiter.

Horst Grube war der 1. Vorsitzende des am 24. Juli 1997 gewählten Vorstandes. Sein Grußwort, unter der Sonne                  Andalusiens verfasst, hatte Grube – er lebt seit Jahren in Spanien – der Bürgerbus-Runde zukommen lassen. Er freue sich,          dass der Bürgerbus seit nun bereits zehn Jahren bestehe und immer noch steigende Fahrgastzahlen hervorbringe, trug                  Gerhard Müller das Schreiben von Horst Grube vor. Von 1999 bis 2005 hatte Rudolf Henning, bis dato 2. Vorsitzender,                  den 1. Vorsitz übernommen. Als 2. Vorsitzender fungierte seinerzeit Manfred Harländer, der seit dem 22. März 2005                  1. Vorsitzender des Bürgerbusvereins Fehmarn ist.

 

„Den Erfolg verdanken wir den Fahrern, die tragenden Säulen unseres Vereins“, so Harländer, der am Montag einstimmig                 in seinem Amt bestätigt wurde. „Gute Pferde auszuwechseln, hat noch nie etwas gebracht“, hatte Hans-Otto Kolbaum                   eingeleitet, und kein stimmberechtigter Versammlungsteilnehmer war anderer Meinung.

„Müssen neuen Bürgerbus haben“

Auch die übrigen Wahlen gingen glatt über die Bühne. Als 2. Vorsitzender wurde Klaus Kellner (in Abwesenheit) im Amt                bestätigt. Kassenwart war und bleibt Hans-Otto Kolbaum. Kein Wechsel auch bei den Beisitzern Josefine Jadzejewski            und Gerhard Müller.

„Wir müssen einen neuen Bürgerbus haben, der alte wird in der Reparatur zu teuer“, so Harländer am Montag. Er hoffe                  auf Unterstützung durch die Stadt und den Kreis. „Ein Bettelbrief ist schon raus zum Kreis“, so Manfred Harländer.                    Denn vor der Anschaffung müssten zunächst die finanziellen Voraussetzungen stehen, so der 1. Vorsitzende.